Werke - Selma Lagerlöf
Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf
In ihrem ersten und zugleich größten
erzählerischen Werk Gösta Berlings Saga (1891, dt.
Gösta Berling, 1896) erzählt L. in einer Reihe
von lose verknüpften Episoden die Geschichte des gefallenen
Priesters Gösta Berling, der, vor dem Freitod gerettet,
eine hemmungslose Genußsucht entwickelt, seine
Verfehlungen jedoch schließlich erkennt und sich
reumütig bekehrt.
Als Lektüre für den Schulgebrauch schrieb L. Nils
Holgerssons underbare resa genom Sverige (1906, dt. Die
wunderbare Reise des Nils Holgersson mit den Wildgänsen,
1907 ff.). In der pädagogisch geschickt gewählten
Form des Märchens erzählt L. von den Menschen und den
landschaftlichen Schönheiten Schwedens und gibt einen
Einblick in die Geschichte des Landes. Nils Holgersson wurde
eine weltberühmte Figur; auch die neuen Medien nahmen sich
ihrer mit Erfolg an.
In Mårbacka (1922; dt 1923) und. Aus meinen
Kindertagen ( dt. 1931) schildert L. nüchtern und
resümierend ihr Leben.
In der Löwenskild-Trilogie kehrte sie nochmals in die
Vorstellungswelt der Herrenhöfe und der Glaubenszweifel
zurück.
Mit ihrem an der mündlichen Erzähltradition
orientierten Stil und der phantastischen Stoffülle ihres
erzählerischen Werks wirkt L. noch heute auf die
schwedische Erzähltradition ein.
Weitere Werke sind: Die Wunder des Antichrist, dt. 1899
Jerusalem, dt. 1902
Christuslegenden, dt. 1904
Quellenverzeichnis: Harenbergs Lexikon der Weltliteratur, Band 3
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