Hellersdorf, Marzahn, Hohenschönhausen (kurz: H.M.H.) - Berlins Nordosten mit 440 000 Einwohnern - ist das Zuhause des Kunstforum e.V. Dort das kulturelle Leben zu bereichern, mit Verbündeten ein Theater zu etablieren - das ist das anspruchsvolle Ziel des Vereins. Von Regisseuren, Dramaturgen, Musikern, Kulturmanagern, Journalisten, Technikern Anfang 1995 gegründet, ist er ein gutes Stück vorangekommen. So spielte sein Schauspielensemble "Maria Stuart" oder "Die Bremer Stadtmusikanten". Vor allem aber machte und macht sein Sinfonieorchester Furore: mit Schubert, Bizet und Mozart zum Eröffnungskonzert im April 1999 im ausverkauften Marzahner Freizeitforum, mit Prokofjews "Peter und der Wolf" vor Hunderten von Kindern im Hohenschönhausener Sport- und Kongress-Zentrum und auf der Parkbühne Biesdorf. Was ebenso zählt: Vorher abgewickelt haben diese Künstler wieder Arbeit. Der H.M.H.-Kunstforum e. V. hofft, daß noch mehr dazukommen - Sänger zum Beispiel -, um noch mehr bieten zu können mit seinem Theater.
H. M. H. - Schauspiel H. M. H. - Kammerphilharmonie 16 meist junge Leute, die mit einer eigenen Konzertreihe und viel Engagement dem Kulturabbau im Bezirk trotzen. "Auf Entdeckungsreise zu den Tönen-von Flöte bis Kontrabass" heißt ein Angebot zu Projektwochen der H.M.H.-Kammerphilharmonie für Vorschulkinder und Schüler von Grundschulen, das gemeinsam mit dem Theater am Park e.V. verwirklicht wird.

Marzahner Vereine
H.M.H. - Kunstforum e.V.
Frankenholzer Weg 2-4, 12683 Berlin
Tel.: (030) 51 70 01 55, Fax: (030) 51 70 01 72
Biesdorf, 4. August 1998. Auf der Parkbühne geht's spannend zu. Ein Musikmarschierer ist drauf und dran, die Freunde Bartholomäus und Kümmel gegeneinander auszuspielen. Über 700 Kinder fiebern mit Ihnen: Premiere für "Kikerikiste" von Paul Maar - die erste für das H.M.H.-Schauspielensemble. Ein Dutzend Theatermacher stehen durch dieses Projekt wieder auf den Brettern, die für sie Arbeit bedeuten: spielen "Maria Stuart", ein Schauspiel von Dacia Maraini, in dem das Publikum in die Privatsphäre der Königinnen Elisabeth und Maria Stuart blickt, spielen "Die Bremer Stadtmusikanten" von Peter Ensikat nach dem Märchen der Brüder Grimm. Danach folgen zwei Inszenierungen, die Vergnügen garantieren: "Kein Hemd unterm Kleid", ein musikalisches Nachtprogramm mit Schlagern aus den 20er und 30er Jahren, und "Der Impressario von Smyrna", eine Komödie von Carlo Goldoni, die von Geld und Theater handelt. Demnächst auf dem Spielplan: "Das Spiel vom tapferen Schneiderlein".
