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Frank Waßmuth, Marzahn
mit freundlicher Unterstützung durch
Karl-Heinz Gärtner, Biesdorf
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    Eine U-Bahn direkt nach Marzahn?


    Planungen für neue U-Bahnstrecken im Jahre 1939

    Eine U-Bahn direkt nach Marzahn? Seit den achtziger Jahren ist sie Realität, allerdings tangiert sie Marzahn nur als zwei Haltestellen am Elsterwerdaer Platz und in Biesdorf-Süd der nach Hönow führenden Linie. Außerdem ist die U-Bahn eigentlich nur eine tiefergelegte Variante der S-Bahn, denn sie fährt nur in einem offenen Graben oder gar als Hochbahn. Doch die Planungen sahen einmal ganz anders aus. Eine U-Bahnlinie sollte direkt nach Marzahn führen


    Bereits in den dreißiger Jahren, als Marzahn übrigens noch ein Dorf war, gab es ehrgeizige Vorhaben, um die U-Bahnlinien der wachsenden Reichshauptstadt Berlin anzupassen. Zahlreiche Streckenneubauten standen auf dem Programm, darunter auch eine Linie F1, die Marzahn mit der Stadtmitte verbinden sollte. Der Streckenverlauf sollte dabei durch Friedrichshain vermutlich entlang der Landsberger Allee erfolgen.
    Quer durch die Stadt sollte die Linie in Spandau -Johannisstift enden.


    Eine weitere Linie sollte von der Falkenberger Str. in Hohenschönhausen nach Lankwitz führen. Tatsächlich bereitete der Zweite Weltkrieg allen Planungen ein Ende.


    Erst mit dem Aufbau des neuen Wohngebietes in den achtziger Jahren kamen U-Bahn-Planungen wieder auf den Tisch. Bis Mitte der achtziger wurden Grundstücke für einen späteren U-Bahn-Bau entlang der Landsberger Allee vorgehalten. Auch über Friedrichsfelde wurde eine Erschließungsfläche bereit gehalten. Schließlich scheiterte das Projekt einer direkten U-Bahn nach Marzahn an Finanzproblemen und die freigehaltenen Flächen wurden vergeben.

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