 Marzahner Promenade Foto: Reinhard Hoßfeld
 Marzahn-Hellersdorfer Veranstaltungskalender
Marzahn live e.V.
CoolTourell
Marzahner Promenadenmischung
Momu
Theo Tintenklecks
Gordon Gatherer
Tanz-Center Jacobi

Reinhard Hoßfeld
|
| Fotografische Impressionen von den 1. Marzahner Plattenspielen |
[...11. September 2006] |
| Lieder und Tänze aus aller Welt, Kampfsport, Momu, Theo, ein Entertainer aus New York ... |
|
[Druckversion]
[Per E-Mail versenden]
|
|
Bunt war sie - die Marzahner Promenade an diesen Tagen, vom 1. bis 3. September. Das zu erreichen hatten sich neben dem Verein Marzahn live e.V. die Jugendlichen der Werkstatt für Engagement und Partizipation, kurz WEP, mit CoolTourell 2006 vorgenommen.
Es ging und geht ihnen vor allem darum, daß die Menschen in Marzahn-Hellersdorf, in erster Linie die Einheimischen (und sicher nicht nur diese), mehr Toleranz gegenüber anderen Kulturen zeigen. Die Jugendlichen, die sich sehr um eine Verbesserung des Images von Marzahn-Hellersdorf bemühen, arbeiten ehrenamtlich und brauchen die Unterstützung von Sponsoren.
Vielleicht kommt auch mal eine Zeit, da sich die politisch engagierten Menschen, nicht nur in Marzahn-Hellersdorf, dazu durchringen, kein Geld mehr für unsinnige Wahlplakate zum Fenster hinaus zu werfen und damit die Stadt zu verunschönen. Frei werdende finanzielle Mittel könnten dann für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden.
|
|
Allein das Bühnenprogramm bot den Zuhörern und Zuschauern eine ganze Menge. Da begeisterten die Kinder der Jazz Dance Gruppe
des Kulturforums Hellersdorf sowie die Kinder- und Jugendtanzgruppe Swentana. Nach jugendlichem Trommelpower unterhielt Liedermacher Mario aus dem Schloß Biesdorf mit seinen Liedern. Zur Abwechslung traten Kampfsportler aus dem
Freizeitforum Marzahn auf.
Sie ist klein, diese Welt. Die Marzahner Promenadenmischung nimmt ihre Zuschauer und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise rund um den Erdball, bekannte und unbekannte Lieder und Tänze anderer Völker werden gesungen bzw. aufgeführt.
Wer keine Gelegenheit hatte, die Aufführungen zu den Plattenspielen oder, am 10. September, zum Erntefest in Alt-Marzahn zu erleben, kann die Kinder und Jugendlichen der Marzahner Promenadenmischung am 16. September, um 11 Uhr anlässlich des Hausfestes "20 Jahre Marzahner Promenade 12/14" auf der "Event Plaza" am Eastgate vor der Galerie M oder am 23. September um 15.30 Uhr anlässlich des 14. Marzahn-Hellersdorfer Umweltfestes auf dem Fritz-Lang-Platz hören und sehen.
Wer gern singt und/oder tanzt, über eine gute Gesangsstimme verfügt und Rhythmus im Gefühl hat, genügend Zeit aufbringen kann und Interesse daran hat, in der Marzahner Promenaden-Mischung mitzuwirken, hat bei diesen und weiteren Auftritten die beste Gelegenheit, das Chorensemble kennen zu lernen.
Schüler der Tanzschule Jacobi bewegten sich nach Samba-, Rumba, Cha-Cha- und anderen lateinamerikanischen Rhythmen über die Bühne. Harald Jacobi, der Firmeninhaber,
war Turniertänzer in der DDR und wurde als Turniertanztrainer und Tanzlehrer ausgebildet. Vermutlich haben die Zuschauer beim Anblick der Tänzer nicht über das Thema
Integration nachgedacht. Dabei stammt die Samba, die in Europa zum Turniertanz entwickelt wurde, ursprünglich aus Brasilien bzw. aus noch älteren Kreistänzen afrikanischer Bantu-Stämme,
deren Angehörige einst von Europäern als Sklaven nach Brasilien verschifft wurden. Der Cha-Cha stammt aus Kuba. Dieser im Jahre 1957 von der Karibikinsel nach Deutschland
importierte Tanz hat zahlreiche Elemente aus anderen Tänzen in sich aufgenommen, ohne dabei zu verlieren, was ihn besonders auszeichnete: übermütige Ausgelassenheit und koketten Flirt. Auch die Rumba,
seit 1932 in Deutschland turniergetanzt, ist afrokubanischen Ursprungs.
Zu den Höhepunkten des Bühnenprogramms, insbesondere für die kleineren Zuschauer, zählte der gemeinsame Auftritt von Momu, der von Nikolaus Gröbe gespielt wurde, dem Musikmann Gordon Gatherer
und Theo Tintenklecks. Nikolaus Gröbe erspielte sich erste Theatererfahrungen am Berliner Ensemble. Er war Schauspieler u.a an der Komödie Dresden, im Theater am Kurfürstendamm und in der Komischen Oper Berlin.
Er war in Kino- und Fernsehfilmen zu sehen. Und bei seinem Auftritt mit Theo Tintenklecks ist er der Darsteller des Momu, der morgens gern etwas länger schläft.
Gordon Gatherer lebte einmal in New York City, trat außerhalb und innerhalb des Broadway auf, spielte in Kino- und Fernsehfilmen. Während einer Deutschland-Tournee der New York Gospel Singers muß er sich wohl in Deutschland verguckt haben - seit Januar 2001 jedenfalls lebt er in Berlin.
Gordon Gatherer ist ein Multitalent - er ist Sänger, Komponist, Schauspieler, Autor und Regisseur. Besonders als Entertainer hat er sich einen Namen gemacht.
|
|
Wie man in Punkt 3, der Zeitung für unterwegs, erfahren konnte (ebenso im Internet), hat die S-Bahn Berlin ein eigenes Kindermusical "Ein Momu in der S-Bahn" schreiben und komponieren lassen.
Es geht in diesem kurzweiligen Musical um einen Langschläfer namens Momu, THEO Tintenklecks und eine abenteuerliche S-Bahn-Fahrt durch Berlin.
Das Musical ist geeignet für Kinder ab 6 Jahren und
wird am Sonnabend, 28. Oktober, 13.30 Uhr (Einlaß 13 Uhr) in der Hauptwerkstatt der S-Bahn Berlin in Berlin-Schöneweide, Adlergestell 143 aufgeführt. Das ist am S-Bahnhof Betriebsbahnhof Schöneweide; dort halten die Linien S 46, S 8 und S 9.
Die Karten für das Musical kosten 8 €. Es gibt ein Kombiticket, das auch als Fahrausweis für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
im Tarifbereich Berlin ABC gilt. Das Ticket wird bereits verkauft an allen Verkaufsstellen der S-Bahn Berlin.
Die musikalische Geschichte "Ein Momu in der S-Bahn" dauert 50 Minuten. Es soll nicht bei einer einmaligen Aufführung bleiben. Einrichtungen, die Interesse haben, können das Musical bei der S-Bahn buchen.
|
|
|
|
|
|