 Geraer Ring Foto: Reinhard Hoßfeld
 Marzahn-Hellersdorfer Veranstaltungskalender
Selma-Lagerlöf-Schule
 Sabine Behrens, Bezirksverordnete
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Seit längerer Zeit verabreden sich MdA Wolfgang Brauer, BVV-Vorsteherin Petra Wermke und Bezirksverordnete Sabine Behrens zu thematischen Spaziergängen in Marzahn-NordWest. Am 19. Mai informierten sie sich über Probleme des Schulalltags an unterschiedlichen Schultypen. Der Rundgang begann in der Selma-Lagerlöf-Grundschule in der Wörlitzer Straße, die schon mehrfach Austragungsort für Veranstaltungen im Stadtteil war. Mit der im Juni beginnenden Außensanierung soll die Schule ein neues Outfit erhalten und so mit den schicken Ahrensfelder Terrassen von gegenüber mithalten! Die einst für den Abriss vorgesehene Schule hat sich für das Wohngebiet geöffnet. Nach dem Motto "Aus der Not eine Tugend" entschloss sich die Schulleitung, die Sportanlagen außerhalb des Schulbetriebs zu öffnen.
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Am 13. Juni lädt die Schule zum Nachbarschaftsfest ein! Schule ist eben mehr als unterrichten. Dafür jedoch gibt es an der Selma-Lagerlöf-Schule gute Voraussetzungen, keine Fluktuation in der Lehrerschaft, gute Arbeitsbedingungen, eine moderne Ausstattung mit 50 PCs, die Arbeit am Rechner ab Klasse 1 ermöglicht. Seit 1992 pflegt die Schule Kontakte zu Schulen im Ausland, beteiligt sich am Comenius-Projekt In Marzahn-West hatte sich das kommunalpolitische Trio bei Frau Poser, Schulleiterin der Nils-Holgerson-Schule für Lernbehinderte angesagt.
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Die Schulleiterin und ihre Stellvertreterin sind froh, kritische Hinweise an die Landespolitik geben zu können, z.B. zum neuen Schulgesetz. Es müsse mehr an die Kinder statt an Personal und Mittel gedacht werden!
Die Holgerson-Schule zeichnet sich durch ein stabiles und eine gute materielle Ausstattung aus. Davon konnten sich die Vertreter aus der Politik per Blick in Klassenräume, Holzwerkstatt und Küche überzeugen. Als dritte Einrichtung stand die Karl-Ferdinand-Braun-Oberschule, eine Hauptschule in der Golliner Straße auf dem Programm. 15 Lehrer unterrichten an der 10-klassigen, gut ausgestatteten Schule. So ist Ausfall quasi vorprogrammiert!
Im Stadtteil beteiligt sich die Schule an Festen, es gibt auch eine Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement. Die Schulleiter aller drei Schultypen konstatierten einen sozialen Niedergang im Stadtteil. Leute mit höherem Bildungsabschluss und Verdienst ziehen meist weg. Es gibt Klassen, mit hunderprozentiger Arbeitslosigkeit der Eltern. Sie haben oft resigniert, die Kinder sind antriebslos. Diese Entwicklung aufzuhalten, stellt eine große Herausforderung an Politik, Wirtschaft und alle Akteure im Stadtteil NordWest dar.
Die Vertreter der drei Schulen begrüßten gleichermaßen die Besuche der Kommunalpolitker als Form von Politik vor Ort zum gegenseitigen Kennenlernen und miteinander Reden. „Wir konnten feststellen, dass alle drei Schulen sehr gute Arbeit leisten. Nachhaltig wirksam werden kann dies aber nur - ebenso die dort getätigten recht hohen Investitionen - wenn die bezirkliche Standortplanung (Schulentwicklungsplanung) mittelfristig verlässlicher wird“, sagt Wolfgang Brauer. "Als Landespolitiker nehme ich den Auftrag mit, nachdrücklicher als bisher für die Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen zu streiten. Bei allen pädagogischen Reformideen dürfen wir die Tagesarbeit nicht vergessen. Und das sind konkret Klassenfrequenzen, Pflichtstunden - oder auch die Situation der Sonderschulen."
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