 Haus "Pro social"
 urban-social gGmbH
Städtepartnerschaftsverein
Marzahn-Hellersdorfer Veranstaltungskalender
 Hans-Joerg Muhs, urban-social gGmbH
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Es war ein Treffen ohne jede Distanz: die Jugendbegegnung "Europa - Jugend - Toleranz" in Tychy. Vom 16. bis 21. Januar trafen sich dort Mädchen und Jungen aus Marzahn-Hellersdorf und Minsk (Belorussland) mit ihren Freunden aus der polnischen Partnerstadt, um gemeinsam eine Europawoche zu gestalten und sich im täglichen Miteinander kennen- und verstehen zu lernen.
Der Begegnung vorausgegangen waren Mitte Dezember vergangenen Jahres Kontakte zum Minsker Partner Marzahn-Hellersdorfs und konkrete Projektideen durch die engagierte polnische Lehrerin Ruta Seidel und Magda Zietek, Mitarbeiterin in der Tychy´er Stadtverwaltung. Ohne das Engagement der beiden Frauen, eine entsprechende Förderung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und das Interesse des Hauses "Pro-social" der urban-social gGmbH wäre die Jugendbegegnung nicht möglich gewesen.
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Das Programm der erlebnisreichen Tage in Tychy erwies sich als spannende Herausforderung an die eigentlichen Akteure der Begegnung selbst: die polnischen, deutschen und belorussischen Jugendlichen. Sie waren Teil der Aktion, gestalteten ihr Mit- und Füreinander und entdeckten sich selbst in ihren Differenzen und Gemeinsamkeiten.
Neben den vielen Höhepunkten der Begegnung bleiben ganz sicher gerade auch die gemeinsamen Erlebnisse in und um Tychy prägend und in Erinnerung: Empfang der Jugendlichen im Rathaus, Stadtführung durch die Mädchen und Jungen aus Tychy, Besichtigung der Tyskie-Brauerei und des Stadtmuseum, Besuch einer Kulturveranstaltung im 12. Gymnasium, Badespass, Bowling und natürlich Disko und Partys.
Als besonders nachhaltig beeindruckend erwies sich, neben einem - durch die Schüler/innen des Lyzeums "Leon Kruczkowskiego" gemeinsam mit ihren Freunden aus Minsk und Berlin in Kulturbeiträgen und europäischen Länderpräsentationen - gestalteten Europatag ein Europa-Seminar mit dem Bezirksbürgermeister Marzahn-Hellersdorfs, Dr. Uwe Klett. Zusammen mit seinem Part aus Tychy - dem Stadtpräsidenten Andrzej Dziuba - tauschte er für mehrere Stunden Schreibtisch und Dienstzimmer im Rathaus gegen Klassenraum und Lehrertisch im Lyzeum. Die Jugendlichen zeigten sich über seine Nähe zu ihnen erstaunt, empfanden offen Sympathien über seine ehrlichen Visionen zu Europa, seine Sichten auf Städtepartnerschaften im Allgemeinen und Begegnungen von Jugendlichen im Besonderen.
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"I think it was a great lesson of integration, tolerance and having just fun without geographical borders … we were not afraid of exchanging our views, sharing our experiences" schrieb Gabriel, Schulsprecher des Lyzeums und Teilnehmer an der Jugend-begegnung, rückblickend über das Seminar mit Dr. Klett an seine neuen Berliner Freunde in einer E-Mail.
Einfache Worte des Dankes dann auch von Matthias - Mitglied der Jugend-BVV Marzahn-Hellersdorf. Seine Teilnahme an der Begegnung war ein überhaupt ein Stück intellektueller Gewinn.
Die jungen Leute aus Marzahn-Hellersdorf empfahlen, das Europa-Seminar mit dem Bezirksbürgermeister ihres Bezirks bei einer Rückbegegnung weiterzuführen. "Es wurden uns viele Fragen beantwortet, aber, es kommen doch immer neue dazu. Besonders wenn man spürt, dass es ehrliche Antworten auf ehrliche Fragen sind!" meinte Bärbel aus der Berliner Gruppe.
Hervorzuheben bleibt der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Auschwitz-Birkenau. Bei knapp - 20º C erfrosteten die Tränen. Nachdenken und Bekenntnis: "Nie wieder Faschismus!". So stand es auch auf der Schleife des Kranzes, den die Jugendlichen im stillen Gedenken niederlegten.
Nun erinnern sich alle gern an das gemeinsame essen in der Schule (schmackhafte Slaski´er [Schlesische] Küche, die Unternehmungen, Diskussionen, die tolle Unterbringung im Sporthotel mit Schwimmhalle, an das Programm der Begegnung und an die vielen kleinen und großen Begebenheiten, die das Treffen zum Erfolg werden ließen.
Es bleibt die Hoffnung auf ein Wiedersehen (diesmal vielleicht wieder in Berlin)!
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