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Am 23.November 2005 eröffnete Bezirksstadtrat Dr. Niemann (Die Linke.PDS) in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Bezirksamt und BVV, Erbauer, Projektbegleiter und zukünftiger Nutzer in der Golliner Straße 11, an einem ehemaligen Kita-Standort die Interkulturellen Gärten. Es ist das erste Projekt dieser Art im Bezirk.
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Bezirksamt, QuartiersAgentur Nord West, die Vereine "Vision" e.V., "Reistrommel" e.V. und AOA ermöglichten Familien unterschiedlicher nationaler Herkunft mit der Schaffung und Nutzung der Gärten eine selbstverwaltete Infrastruktur zu schaffen. Fachlich begleitet werden sie dabei durch die "Camino" gGmbH.
18 Familien hatten sich beworben. Sie erhielten Schulungen zu Konfliktbewältigung, Vereinsrecht, biologischem Gartenbau, machten Ausflüge zu anderen Gärten. Trotz verschiedener, vor allem sprachlicher Schwierigkeiten gelang das ganz gut. Bei der Überwindung verschiedenster Hürden half das Bezirksamt unbürokratisch!
Die Laudatio des Stadtrates war lang, wie die Liste derjenigen, die dem Projekt zum Erfolg verholfen hatten. Das lässt auf eine blühende Gartenlandschaft im nächsten Jahr hoffen. Als ersten Baum pflanzten Dr. Niemann, ein Vertreter der zukünftigen Nutzer und einer der Gäste der römischen Delegation, die zur Zeit im Bezirk weilt, einen Ginkgo. Der in China und Japan als heilig geltende und zum Baum des Jahrtausends erklärte Ginkgo ist der ideale Baum zur Pflanzung bei einem besonderen Anlass.
Zehn Aussiedlerfamilien, drei vietnamesische und zwei Marzahner Familien werden die Ihnen von Hausherr Dr. Niemann zur Nutzung übergebenen Flächen nun gestalten. Zur Herstellung der Fläche wurden Mittel aus dem Stadtumbau investiert. Eigentümer ist das Natur- und Umweltamt. Wasser und Strom werden von den Familien gemeinsam genutzt und müssen selbstständig abgerechnet werden.
Das Gemeinschaftshaus, übrigens ein echter Lehmbau mit WC (!) und eine große Gemeinschaftsfläche bieten die Möglichkeit nach getaner Arbeit auch gemeinsam zu feiern. Die Kinder der angrenzenden Kita werden das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen hautnah erleben. Steckten sie doch heute schon mit Neugier ihre Nasen durch den Zaun und durften von den duftenden süßen und pikanten Köstlichkeiten, die zur feierlichen Eröffnung aufgetischt waren, kosten.
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