 Marzahn Nord
 WebCam auf die "Ahrensfelder Terrassen"
 Klaus Teßmann
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Die Bürgerinitiativen von Marzahn-Nord und aus Ahrensfelde haben sich massiv gegen die jetzt geplante Ortsumfahrung von Ahrensfelde ausgesprochen. Sie nutzten eine öffentliche Sitzung des Ausschuß für ökologische Stadtentwicklung, um ihrem Ärger über die Planungen Luft zu machen - so hätte sie sich Demokratie nicht vorgestellt, daß alles über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden wird.
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 Günter Beckert von Bürgerinitiative Marzahn-NordWest ist gegen die Ortsumfahrung, die Trasse führt nur knapp 30 Meter an seinem Wohnhaus in der Klandorfer Straße (rechts im Bild) vorbei. |
Während der mehr als zweistündigen Debatte machte das Straßenbauamt aus Eberswalde deutlich, daß die Entscheidung für die Ortsumfahrung durch die Klandorfer Straße in Marzahn-Nord längst gefallen ist, diese Veranstaltung am 13. Oktober nur dazu dient, die Marzahner zu informieren, aber an der Planung grundsätzlich nichts mehr zu ändern sei.
Massiv wandten sich Vertreter der beiden Bürgerinitiativen gegen die Pläne der beiden Landesregierungen. Petra Oelsner Sprecherin des Bewohnerbeirates Marzahn-Nord befürchtet, daß "mit dieser Umgehungsstraße die Qualität des Stadtumbaues beeinträchtigt wird."
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Sie betonte, daß die Einwohner von Marzahn-Nord ganz eng mit dem Dorf Ahrensfelde zusammenhängen und sie nicht durch eine vierspurige Schnellstraße voneinander getrennt werden wollen.
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Die Ahrensfelder Bürgerinitiative kritisierten diese Variante als Mogelpackung, es ist keine Ortsumfahrung, sondern das Dorf wird nur an einer anderen Stelle zerschnitten, der Verkehrslärm wird von der Vorderseite der Häuser entlang der Dorfstraße auf ihre Rückseite verlegt.
Beide Bürgerinitiative forderten von den Planungsbehörden die Variante 1 über die Wuhletalstraße, Kembergerstraße zu realisieren. Dort seien zwar auch Anwohner von Marzahn-Mitte betroffen, aber die Situation ist günstiger, denn die wenigen Wohnhäuser stehen weiter weg und sind durch einen Grünstreifen mit Bäumen von der Straße getrennt.
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 Aus dem vierten Stock erkennt man die Ausmaße - die Klandorfer Straße ist eine Wohngebietsstraße, der Parkplatz vor dem Haus muß weichen, an der rechten Seite wird eine Mauer gebaut, die bis zum 4. Stock reicht. |
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Außerdem trennen die jetzt vorhandene Straße und der Seelgraben die beiden Wohngebiete schon, die Natur würde bei dieser Variante wenig belastet, denn der vierspurige Ausbau ist schon vorbereitet.
Auch die Stadträte Heiner Niemann (PDS) und Svend Simdorn (CDU) waren gegen die jetzigen Planungen. Niemann beklagte, daß auch der Bezirk nicht in die Planung einbezogen wurde, nur seine Stellungnahme abgeben durfte. Darin hatte das Bezirksamt gefordert, die Siedlung nicht zu zerschneiden. Simdorn betonte, daß die Variante "nicht die Probleme von Ahrensfelde und Marzahn-Nord löst", sondern sie noch vergrößert.
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Klaus Teßmann ist Journalist und Inhaber der PR Agentur Wortsalat und arbeitet aktiv im Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e.V. (auch bekannt als "Gründerzeitmuseum"). Er schreibt regelmäßig für verschiedene namhafte Zeitungen der Region.
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