 Mahlsdorf
 Pack die Badehose ein...
Hochfliegende Träume für ein "Kurbad Mahlsdorf"
 Klaus Teßmann
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Die nächste öffentliche Sitzung des BVV-Ausschuß für Umwelt und Natur wird sich mit dem Bad am Elsensee beschäftigen. Dazu treffen sich die Bezirksverordneten am 21. Oktober um 16.30 Uhr am Nordufer des Elsensees. An dieser Stelle ist eine Wasserskianlage und ein Freibad geplant. Bei ihrer öffentlichen Sitzung wollen die Volksvertreter darüber beraten, ob eine Ausnahmegenehmigung für das Bauvorhaben erteilt werden kann.
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Diese Genehmigung muß nach der Berliner Naturschutzgesetzt erteilt werden, so erläutert Bernd Schütze von der unteren Naturschutzbehörde. Es muß überprüft werden, ob das Bauvorhaben in Übereinstimmung mit den Naturschutzbedingungen steht. Bis vor zehn Jahren wurde im Elsensee noch Kies gefördert. Es war die letzte der drei Kiesgruben zwischen Kaulsdorf und Mahlsdorf. Seitdem hat sich eine Biotop rund um den See entwickelt, und "solche Biotope stehen in Berlin automatisch unter Naturschutz", erklärte Bernd Schütze. "Der Bauherr muß nun nachweisen, daß sich sein Vorhaben in Übereinstimmung mit dem Gesetz befindet." Dazu muß der Investor ein fachliches Gutachten vorlegen, so Schütze.
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 Das Schild wird bald zur Vergangenheit gehören, wenn es nach dem Willen der Investoren geht, dann tummeln sich an dieser Stelle im nächsten Sommer schon die Badegäste. |
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Die Investoren Gesine Dettmann und Volker Eilrich hatten sich Ende August erstmals den Mahlsdorfern vorgestellt. Gegner und Befürworter konnten sich bei einer öffentlichen Ausschusssitzung mit dem Gedanken an ein Freibad befassen. Die Investoren Gesine Dettmann und Volker Eilrich demonstrierten den Mahlsdorfern, dass sie wissen, mit welcher sensiblen Problematik sie sich hier beschäftigen. Sie betreiben bereits seit einigen Jahren am Ruhlsdorfer See in Brandenburg einen Badesee mit Skianlage. Nach diesem Vorbild soll auch das Nordufer des Elsensees genutzt werden.
Während sich die Umweltschützer von den geplanten Maßnahmen beeindruckt zeigten, kam der größte Protest von den unmittelbaren Anwohnern. Sie befürchten ein Belästigung durch parkende Autos und Lärm der Badegäste.
Die beiden Investoren konnten schon viele Fragen der Umweltschützer beantworten. Sie werden die Skianlage so errichten, dass der geforderte Abstand zum Schilf am Ufer eingehalten wird, die Wasserqualität des Sees wird ständig überprüft, so wie es die Gesetze für Badestellen vorschreiben. Auch die Badestelle am nord-östlichen Ufer soll so hergerichtet werden, dass die inzwischen gewachsene Natur nicht beeinträchtigt wird. Nach Einschätzung der Bezirkspolitiker entsteht am Elsensee eine Bade- und Sportmöglichkeit, die die Attraktion für unseren Bezirk werden kann.
Bezirksstadtrat Heinrich Niemann (PDS) befürwortet das Bad am Elsensee, "Wir brauchen ein Freibad." Er begründete das damit, dass sich im gesamten Ostteil der Stadt kein Sommerbad befindet, wenn man einmal den Müggelsee nicht mit betrachtet. Niemann erhofft sich von der Anlage am Elsensee auch Auswirkungen für einen besseren Schutz der übrigen Kaulsdorfer Seen, die im Trinkwasser- und Landschaftsschutzgebiet liegen. Er hofft darauf, dass die Menschen, die Jahr für Jahr den Habermannsee bevölkern, sich lieber in einer bewachten Anlage erholen, in der es auch Gastronomie, sanitäre Anlagen, Umkleidemöglichkeiten sowie einen Parkplatz gibt.
Nach der Besichtigung am Elsensee wird die öffentliche Sitzung des Ausschuß im "Haus am Niederfeld" in Kaulsdorf , Am Niederfeld 21, um 18 Uhr fortgesetzt.
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Klaus Teßmann ist Journalist und Inhaber der PR Agentur Wortsalat und arbeitet aktiv im Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e.V. (auch bekannt als "Gründerzeitmuseum"). Er schreibt regelmäßig für verschiedene namhafte Zeitungen der Region.
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