 Die Wuhle
 Alles dreht sich ums Wasser
Durch's Wuhletal zum Haus am Niederfeld
Grünzug bleibt uns erhalten
 Klaus Teßmann
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Wasser und Zeit haben eines gemeinsam - sie versickern unaufhaltsam und sind nicht zurückzuholen. So geht es auch der Wuhle und dem damit verbundenen Wuhletal. Vor zwei Jahren schlugen die Wellen hoch - nicht die Wellen der Wuhle, sondern die der Umweltschützer, als das Klärwerk abgeschaltet wurde. Inzwischen ist es ruhig geworden, das Wasser der Wuhle plätschert auf tiefem Niveau der Spree entgegen, gesiegt hat der Amtsschimmel. Da werden Studien erstellt, Verträglichkeitsuntersuchungen hin- und hergeschoben, Fragen in der BVV nicht beantwortet und auf Kritik von Parteien, die nicht mehr in der BVV sind, gar nicht erst reagiert.
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Wer nun von einem Podiumsgespräch zum Thema Renaturierung der Wuhle während des Hellersdorfer Umweltfestes (am 25.9.) neue Erkenntnisse erwartet hatte, der wurde schwer enttäuscht. Umweltstadtrat Dr. Heiner Niemann (PDS) wollte zwar darüber reden "wie wir den Landschaftsraum bewahren und für die Erholung nutzbar machen", aber dazu war dann keine konkrete Aussage zu hören. Eigentlich sollten in diesem Jahr noch Baumaßnahmen an Wuhle beginnen. Die Wehre und Abstürze als technische Bauwerke sollten beseitigt werden.
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Aber davon kann nun keine Rede mehr sein. Frühestens in einem Jahr ist damit zu rechnen.
Zwar hat der Senat 2 Millionen Euro bereitgestellt und aus dem Umweltentlastungsprogramm sind noch einmal 3,8 Millionen beantragt, aber sichtbare Ergebnisse gibt es nicht. Das Geld muss ja erst in den nächsten drei Jahren ausgeschöpft werden. Der Kanal des Klärwerksableiters soll damit angehoben werden, der schnurgerade Verlauf aufgebrochen werden - der Anlage soll also der technische Charakter genommen werden.
B90/Die Grünen kritisieren zu Recht, dass "noch immer nicht viel geschehen ist, um die seltene Pflanzen- und Tierwelt in den verschiedenen Biotopen zu retten". Die Naturschützer äußern große Bedenken, wenn sie die Renaturierungsmaßnahmen weiter hinauszögern. Sie befürchten Schäden vor allem am Weidengrund und am Kienberg. Und so bleibt die Frage der Moderatorin Maria Moese über dem Umweltfest stehen, wozu ist sie eigentlich da - die untere Naturschutzbehörde.
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Klaus Teßmann ist Journalist und Inhaber der PR Agentur Wortsalat und arbeitet aktiv im Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e.V. (auch bekannt als "Gründerzeitmuseum"). Er schreibt regelmäßig für verschiedene namhafte Zeitungen der Region.
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