Zurück zur Startseite
31. Mai 2013 Linksfraktion in der BVV

Marzahn-Hellersdorfer KITA-Offensive ist voller Erfolg!

Zur KITA-Platzversorgung im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und dem am 1. August 2013 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf Förderung auch für die 1-3 jährigen, erklärt der jugendpolitische Sprecher und Vorsitzende der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf, Bjoern Tielebein:

Nach Jahren des Rückgangs der Zahl von Kindern und Jugendlichen ist seit 2012 eine Phase eingetreten, in der Zuzug und vor allem die Gründung junger Familien wieder auf der Tagesordnung stehen. Es leben wieder mehr junge Menschen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - in unserem Bezirk. Dies ist eine große Chance für unseren Bezirk und zugleich eine Herausforderung für alle, die soziale und kulturelle Angebote im Bezirk bereit stellen. Insbesondere die Situation der KITA-Plätze steht im Fokus.

In Marzahn-Hellersdorf existiert seit Jahren eine detaillierte KITA-Entwicklungsplanung, die Bedarf und Bevölkerungsentwicklung kontinuierlich fortschreibt. Dies ist ein wichtiges Instrument, um die Platzversorgung sicher zustellen und frühzeitig auf künftige Bedarfe einzugehen.

Der am 1. August 2013 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz stellt auch unseren Bezirk vor eine große Aufgabe. In fast allen Stadtteilen müssen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Die Linksfraktion unterstützt hierbei die Jugendstadträtin Juliane Witt in ihrem Engagement, eine flächendeckende Platzversorgung zu erreichen. Für dieses Ziel hat das Jugendamt entsprechende Maßnahmen konzipiert, die bereits sichtbare Früchte tragen. Die freien KITA-Träger haben hierbei eine enorme Kraftanstrengung bewältigt. Die neuen Einrichtungen wurden in der Regel aus eigenen Mitteln errichtet.

In diesem Jahr konnten fünf KITA-Standorte eröffnet bzw. erweitert werden, rund 300 Plätze sind allein seit Jahresbeginn 2013 geschaffen worden. Weitere über 150 werden vor dem 1. August folgen - insgesamt sind damit seit Januar 2012 fast 1000 Plätze (+ ca. 10%) neu entstanden.

Dennoch besteht besonders in den Siedlungsgebieten Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf ein Defizit. Noch vor kurzem galt Biesdorf als gut versorgt - die Zahl der zuziehenden Eltern ist aber dynamischer als alle Planung es beschrieb. Dieses konnte und kann durch zusätzliche Plätze im angrenzenden Neubaugebiet ausgeglichen werden. Weiteren Bauvorhaben werden in Biesdorf folgen. Die BVV hat ein Areal in der Rapsweißlingstraße als KITA-Standort bestätigt. Wir gehen davon aus, dass das BA-Mitglied im Steuerungsausschuss des Liegenschaftsfonds jetzt zügig auf einen Verkauf der Fläche an einen KITA-Träger drängt und das Verfahren schnell eingeleitet wird.

Unabhängig vom neuen Rechtsanspruch für 1-3 jährige bleibt das Siedlungsgebiet eine Herausforderung. Eine wohnortnahe bedarfsdeckende Platzversorgung ist nur erreichbar, wenn freie KITA-Träger die dafür notwendigen Standorte selbst errichten. Das Jugendamt wird hierfür weiter werben und entsprechend Hilfestellung leisten.

Auch die inhaltliche Qualität der Kindertagesstätten wird fortlaufend ausgebaut. Hierbei stand und steht die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms im Mittelpunkt. Ziel ist eine Vielfalt der Träger und deren pädagogischer Ausrichtung, KITA-Plätze ohne reguläre Zusatzbeiträge sowie ein erfolgreicher Übergang vom Kindergarten in die Schule.

Mit nunmehr über 10.000 Plätzen für Kinder von 0-7 Jahren hat der Bezirk eine gute Basis und ist gut gerüstet. Die KITA-Offensive der Jugendstadträtin ist ein voller Erfolg!