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21.04.2012 17:33

Fred-Löwenberg-Platz eingeweiht

Bezirksamt ehrt Antifaschisten

Fred Löwenberg 2002Ein neuer Platz im Marzahner Wohngebiet Cecilienviertel bekam am 19. April 2012 den Namen des Antifaschisten Fred Löwenberg.  Der Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Christian Gräff(CDU) enthüllte in Anwesenheit von Mitgliedern der Familie Löwenberg, der Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin, Dagmar Pohle, sowie Mitgliedern des Bezirksamtes, der Bezirksverordnetenversammlung sowie Mitgliedern der Berliner VVN-BdA . e.V. (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und zahlreichen Menschen, die ihn kannten und schätzten, das Straßenschild für den Fred-Löwenberg-Platz an der Cecilienstraße Ecke Wuhlestraße.  Damit ehrt der Bezirk einen Antifaschisten, der viele Jahre lang im Bezirk, in der Allee der Kosmonauten, gewohnt hat und seine Lebenserfahrungen in vielen Diskussionsrunden vor allem an die junge Generation weitergegeben hat.

Ferdinand Löwenberg wurde am 19. April 1924 als Kind sozialdemokratischer Eltern in Breslau geboren, der Vater war Jude.  Mit 19 Jahren wurde er von der SS in das KZ Buchenwald interniert. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gehörte er zu denjenigen, die ihre bitteren Erfahrungen aus den Jahren der Verfolgung zur Grundlage eines neuen, politischen Lebens machten. Dazu gehörte das gemeinsame Handeln von Kommunisten und Sozialdemokraten.  Nach seiner Übersiedlung in die DDR war er als Wirtschaftsjournalist tätig. Vielen jungen Menschen der 1990er Jahre und des angefangenen 21. Jahrhunderts ist Fred Löwenberg als unkomplizierter Gesprächspartner in Erinnerung. (mehr zu Fred Löwenberg siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_L%C3%B6wenberg)

Noch vor fünf Jahren standen dort zwischen Cecilienstraße und Wuhlestraße elfgeschossige Wohnhäuser. Im Zuge des Stadtumbaus Ost wurden sie abgerissen und ein ganz neuer Platz angelegt. Der »Fred-Löwenberg-Platz« wurde seit 2009 in drei Bauabschnitten gestaltet. Im Mittelpunkt steht eine Brunnen- und Planschanlage, gestaltet von der Landschaftsarchitektin Gabriele Wilheim-Stemberger, Mitarbeiterin des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes. Nach ihren Ideen entwarf die Künstlerin die farbigen Wasser spendenden Figuren mit ihren Hunden.