Aktuellste Nachrichten

07.11.2014 19:22

Baubeginn auf dem Weg zur IGA Berlin 2017

Der erste Spatenstich für das Besucherzentrum in den Gärten der Welt ist getan.

Am 6. November 2014 erfolgte der symbolische Spatenstich für das Besucherzentrum in den Gärten der Welt, das auf den prämierten Entwurf des luxemburgischen Architekturbüros ww+, zurückgeht.

Das Besucherzentrum wird einen Informations - und Veranstaltungsbereich sowie eine Gastronomie beherbergen. Mit einer eleganten Backsteinfassade und großzügigen Verglasungen zeichnet sich die Architektur durch eine geöffnete scharfkantige Form aus, die einen Patio sowie einen Vorplatz zum Blumberger Damm hin einbettet.

Als zukünftiger Haupteingang zu den Gärten der Welt und „Tor zur IGA“ steht der Baubeginn für das Besucherzentrum stellvertretend für den Start der zweijährigen Bautätigkeiten in Vorbereitung der Gartenausstellung, die damit auch auf dem Kienberg und den anliegenden Bereichen beginnen. 
 „2017 wird für Touristen und Berliner ein besonderes Jahr,“ ist sich Christian Gaebler, Staatssekretär für Stadtentwicklung und Umwelt, sicher. „Beeindruckende Landschaftsbilder und neuartige Gärten von Planern aus der ganzen Welt auf der Internationalen Gartenausstellung werden in Marzahn-Hellersdorf zu sehen sein. „Berlin wird 2017 zum Zentrum für Fragen rund um die Zukunft der Stadtnatur und des Gärtnerns.“

Die erste Bauphase ab Ende November 2014 bis Sommer 2015

In den kommenden Wochen und Monaten wird die Baugrube für das Besucherzentrum der Gärten der Welt vorbereitet, bevor im Frühjahr 2015 der Grundstein für das Gebäude gelegt wird. Bauvorbereitende Maßnahmen beginnen jetzt ebenso für die Freilichtbühne  und die Tropenhalle in den Gärten der Welt, die ab Frühjahr 2015 auf den Erweiterungsflächen der Gärten der Welt errichtet werden. Weiterhin starten dann die landschaftsarchitektonischen Arbeiten für die entstehenden Wasserwelten und die internationalen Gartenkabinette im Parkgelände. 

Zur Umsetzung eines ökologischen Entwicklungs- und Pflegeplans für den bewaldeten Kienberg werden ab Ende November zugewachsene Lichtungen auf der Anhöhe wieder hergestellt und zusätzliche Offenflächen geschaffen. Dazu gehören beispielsweise die Streuobstwiesen, die am südlichen Hangfuß der Anhöhe entstehen oder auch reich strukturierte Gehölzränder an Wegen. Außerdem werden im kommenden Winter vereinzelt Gehölze für die ab 2015 entstehenden Infrastrukturen und Anlagen, wie beispielsweise das Aussichtsbauwerk auf dem Gipfel des Kienberges, entnommen. 

Im Wuhletal werden die betonierten Uferbefestigungen am Wuhleteich zurück gebaut, um diese in Vorbereitung der IGA mit Flachwasserzonen und Röhrichtstreifen naturnah zu entwickeln. In der ersten Bauphase wird zudem die Errichtung des Wuhlesteges vorbereitet, der flach über die Wiesen verlaufen und über den nördlichen Rand des Gewässers führen wird.

„Aufgrund der kurzen Zeit bis zur Eröffnung ist es ein anspruchsvolles Ziel, diese umfangreichen Maßnahmen umzusetzen“,  unterstreicht Christoph Schmidt. „Dafür brauchen wir die Unterstützung aus der Bevölkerung und gehen zuversichtlich und gestärkt an den Baubeginn, da uns rund 1.500 Besucherinnen und Besucher nicht zuletzt bei unserem Tag der offenen Tür Ende September
große Herzlichkeit und noch einmal Hinweise für ein erfolgreiches Gelingen entgegen brachten.“ 

Baustelleneinrichtung auf dem Kienberg und in angrenzenden Bereichen

Ab Ende November 2014 werden auf dem Weg zur IGA Berlin 2017 die Baustelle und damit einhergehende Baustellensicherungen auf dem Kienberg und in angrenzenden Bereichen eingerichtet. Der in nord-südlicher Richtung verlaufende Rad- und Wanderweg durch das Wuhletal wird auf der östlichen Seite auch während der Bauphase und zur IGA frei begehbar und befahrbar bleiben.

Nachhaltige Parkentwicklung

„Die IGA ist eine einzigartige Gelegenheit, Tourismus sowie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten in unserem wunderbar grünen Bezirk nachhaltig zu entwickeln und unseren Gästen zu präsentieren, “ betont Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung Christian Gräff. „Für die mit den Bauarbeiten verbundenen Einfriedungen und Umwege, die ab Ende November entstehen, bitten wir die Marzahner und Hellersdorfer um Verständnis und Geduld. “ 

Der Großteil der mit der IGA verbundenen Neuerungen bleibt dauerhaft nach der IGA bestehen - wie die bis dahin abgeschlossene Gestaltung der Erweiterungsflächen in den Gärten der Welt, das geplante Aussichtsbauwerk auf dem Kienberg oder die langfristig angelegte Waldentwicklung auf dem Kienberg. Während die Gärten der Welt nach Ende der IGA weiterhin eine eintrittspflichtige Parkanlage bleiben, wird der Naturpark am Kienberg und dem angrenzenden Wuhletal dann wieder zu einem kostenfreizugänglichen Naherholungsraum, der noch besser zu erleben und erkunden sein wird als bereits heute.

Bildnachweis

oben: Jörg Weber (rechts im Bild), Architekturbüro ww+ erläutert gemeinsam mit Christoph Schmidt (links im Bild), Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH sowie der IGA Berlin 2017 GmbH, das Konzept für das Besucherzentrum Gärten der Welt, das 2017 das „Tor zur IGA“ bilden wird.
© IGA Berlin 2017 GmbH
mitte: Besucherzentrum Innenansicht, © ww+ s.a.r.l.
unten: Kienbergterassen,  © geskes.hack Landschaftsarchitekten, VIC Brücken und
Ingenieurbau, Kolb Ripke Architekten