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26.08.2013 07:55

Trauermeldung

Dr. Günter Peters verstarb am 20. August 2013

 

Dr. Günter Peters

Besonders ist sein Engagement für unseren Bezirk hervorzuheben. Vor allem seiner Initiative ist die Rekonstruktion der Alten Dorfschule Alt-Marzahn und deren Umbau zum Bezirksmuseum zu verdanken. Er machte sich verdient um das Biesdorfer Blütenfest und das Alt-Marzahner Erntefest. Er steht der Stiftung "Ost-West-Begegnungsstätte" im Schloss Biesdorf vor und war Vorsitzender – jetzt Ehrenvorsitzender- des Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e.V.

Wir berichteten auf Linie7 unter der Rubrik Persönlichkeiten.

 

Der Verein Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Biesdorf e.V. wird mit der Veranstaltung zum "Tag des Offenen Denkmals" am 7. und 8. September 2013  im Schloss Biesdorf seines Ehrenvorsitzenden ehrend gedenken.

 

 

Auszug aus der Laudatio-Rede zu seinem 80.Geburtstag von Dagmar Pohle

Lieber Dr. Peters, wenn man sich mit Ihrer Biographie beschäftigt, beschäftigt man sich mit der Baugeschichte der DDR von ihren Anfängen bis in die 80er Jahre und der Geschichte des Bauens.

Gestatten Sie, dass ich auf einen auch für die Geschichte Ihres Heimatbezirkes wichtigen Lebensabschnitt näher eingehe. Als Sie nach Berlin kamen, wurden Sie mit Ihrer Familie Biesdorfer. Aber seit nunmehr fast 30 Jahren sind Sie daneben auch Marzahner bzw. Marzahn-Hellerdorfer. Das Sie das wurden, ohne den Ort zu wechseln, hat sehr viel mit Ihrem beruflichen Engagement zu tun.
1966 trat Günter Peters den Posten des Stadtbaudirektors von Berlin - Hauptstadt der DDR – an, und war es 14 Jahre lang bis zu seiner Berentung. In der Berliner Baugeschichte bis heute gab es nur einen, der diese Zeitspanne  im Amt übertraf: Ludwig Hoffmann war von 1896 bis 1924 Stadtbaurat. Die wohl größte Herausforderung seines beruflichen Lebens, so ist es zu lesen, war die Verantwortung für das Entstehen und Wachsen der größten Plattenbausiedlung Europas, Marzahn. Er war ihr erster Aufbauleiter. 

Ursprünglich waren Erschließungen für Biesdorf-Marzahn, wie es damals hieß, mit zunächst 35.000 Wohnungen geplant, später wurde die Zahl auf 60.000 Wohnungen erweitert und Standortuntersuchungen in Hellersdorf für weitere 40.000 Wohnungen forciert. Damit hat das Wort von der „Spur der Steine“ einen ganz eigenen Klang! Denn diese 100.000 Wohnungen, zu denen auch zahlreiche neu gebaute Schulen, Kinderkombinationen, Feierabendheime und Klubgaststätten gehörten, bilden heute gemeinsam mit den Siedlungsgebieten unseren Bezirk, der im nächsten Jahr den 30. Jahrestag seiner Gründung feiern wird. Und so blieben Sie Biesdorfer und wurden Marzahner. Ich glaube, es gibt wenige BürgerInnen in unserem Bezirk, die so unmittelbar mit der Gründung und dem Wachsen des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf verbunden waren und sind. Und so verwundert es nicht, dass auch nach Ihrer beruflichen Tätigkeit Ihr Betätigungsfeld von der Unterstützung der Sanierung und Modernisierung der Großsiedlungen über die Förderung des Heimatbewusstseins bis hin zu vielfältigen Publikationen und dem Erhalt denkmalgeschützter Baulichkeiten reicht.