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12.08.2013 16:04

Jugendfreizeiteinrichtungen zur Vergabe

Der Bezirk trennt sich von10 kommunalen Jugendfreizeiteinrichtungen.

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"Am 1. Januar 2014 sollen freie Träger die zehn Jugendeinrichtungen öffnen", sagte die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Marlitt Köhnke (SPD). "Im Oktober beginnt das offizielle Ausschreibungsverfahren", erklärte Jugendstadträtin Juliane Witt (Die Linke).

Trotz der kurzen Zeit, die für die Neuausschreibung bleibt, hofft der Bezirk das neue Betreiber gefunden werden.

Mit den 46 betroffenen Mitarbeiter_innen haben die Personalgespräche begonnen. Einige konnten auf neue Arbeitsplätze vermittelt werden. Die dadurch bedingte Unterbesetzung kann zur vorzeitigen Schließung einiger Jugendeinrichtungen führen.

Die Stadträtin für Jugendarbeit Juliane Witt befürwortete die Übertragung an freie Träger, die finanzielle Mittel aus Förderprogramme beantragen könnten.

Die Linke, ihre eigene Partei hat sich allerdings gegen die Übertragung an freite Träger gestellt. Der Bezirk gehört zu den drei Berliner Bezirken mit dem höchsten Zuwachs an Kindern. Während heute der Bezirk vor dem Problem steht, für diese Kinder ausreichende Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen, ist abzusehen, dass in nicht zu langer Zeit Jugendliche ihre Freizeit in Jugendeinrichtungen verbringen möchten.

Bjoern Tielebein, Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf stellt fest:" Nach Jahren des Rückgangs der Zahl von Kindern und Jugendlichen ist seit 2012 eine Phase eingetreten, in der Zuzug und vor allem die Gründung junger Familien wieder auf der Tagesordnung stehen. Es leben wieder mehr junge Menschen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - in unserem Bezirk. Dies ist eine große Chance für unseren Bezirk und zugleich eine Herausforderung für alle, die soziale und kulturelle Angebote im Bezirk bereit stellen. Insbesondere die Situation der KITA-Plätze steht im Fokus".

Heute steht alles im Zeichen der Kita-Offensive. Jugendclubs werden im Gleichenzug eingesparrt - bis zum Tag, an dem festgestellt wird, dass das kurzfristig gedacht eine falsche Entscheidung war?

Noch steht ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung zu den Jugendeinrichtungen aus. Er sollte vor der Sommerpause gefasst werden, doch er kam nicht mehr auf die Tagesordnung. Nun müssen die Verordneten nach den Ferien darüber abstimmen.