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24.09.2014 21:04

Melanchthon-Gymnasium ausgezeichnet

Qualitätssiegel für exzellente berufliche Orientierung verliehen

Als eine von zehn Berliner Schulen erhielt das Melanchthon-Gymnasium, Adele-Sandrock-Str. 73/75, dieser Tage das erstmals verliehene Qualitätssiegel für exzellente berufliche Orientierung im Ludwig-Erhard-Haus. Mit dem Siegel werden Schulen ausgezeichnet, die in einem zweistufigen Auditverfahren mit einem ganzheitlichen und nachhaltigen Konzept zur Berufs- und Studienorientierung überzeugen konnten. Partner der Initiative Qualitätssiegel sind die IHK Berlin, die Handwerkskammer Berlin, der Verband der freien Berufe in Berlin e.V., die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und die Regionaldirektion Berlin Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.
 
Stefan Komoß, Bezirksbürgermeister und gleichzeitig Schulstadtrat, gratuliert der Schule ganz herzlich und würdigt die langjährige erfolgreiche Arbeit, passt doch diese hervorragende Leistung zum Masterplan "Arbeit und Ausbildung für Alle Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf bis 2016".

"Ich freue mich darüber, dass alle Beteiligten, die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Berufsberaterinnen und Berufsberater und auch die Kooperationspartner an einem Strang ziehen", betonte Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Preisübergabe.

Das Gymnasium hat sich dieses Qualitätssiegel mit seiner gleichermaßen kreativen wie beharrlichen Arbeit redlich verdient. Das Schulteam entwickelte systematische und nachhaltige Konzepte zur Berufs- und Studienorientierung und arbeitet mit vielen Kooperationspartnern auch aus der Wirtschaft zusammen.
Bereits in der 9. Klasse erhalten alle Schülerinnen den Berufswahlpass, in den alle Veranstaltungen, die sie zur Berufsfindung besuchen, eingetragen werden.

Welcher Praktikumsplatz ist der richtige für mich? Entscheidungshilfe geben die Schüler_innen der 10. Klassen den Neuntklässlern, haben sie doch ein Jahr zuvor schon alles ausprobiert. Bewärt haben sich die regelmäßigen Besuche im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit (BIZ). Darüber hinaus ist die Studien- und Berufsberatung, kurz: StuBe genannt, ein Unterrichtsfach mit zwei Wochenstunden. Zu nennen sind auch das zweiwöchige Betriebspraktikum; Praktikumspräsentationen und Ausbildungsmessen. Dargestellt werden die Erfahrungen und Ergebnissen vor Schülern und Eltern.

Wie schreibe und gestalte ich Bewerbungsunterlagen? Wie meistere ich ein Bewerbungsgespräch? Wo finde ich was? – das lernen die Jugendlichen in der 10.-12. Klasse. Nicht mehr wegzudenken sind die Einzelberatungen durch Katrin Mey; Studien- und Berufsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit Agentur für Arbeit Berlin Mitte; Team 452. Sie berät die Schüler_innen schon erfolgreich seit mehreren Jahren.

Insgesamt bemüht sich das Gymnasium um eine intensive Projektarbeit, globales und vernetztes Lernen bereits ab Klasse 7. Durch Projekte wie Bridging Cultures oder Comenius wird die Sprachförderung intensiviert.

Höhepunkte sind die Tage der Studien- und Berufsberatung zum Ende der Klasse 11. Hier werden Studiengängen und Berufen durch Fachkräfte, Meister - auch Eltern und ehemalige Schüler_innen – vorgestellt. Nicht zuletzt profilieren sich die Schülerinnen und Schüler indem sie Arbeitsgemeinschaften leiten.

"Es geht letztendlich um die lebendige, aktive Umsetzung eines Konzeptes - systematisch, praktisch, nachhaltig und erfolgsorientiert durch alle Klassenstufen", fasst Elke Baumann, kommissarische Stellvertreterin des Schulleiters, das Erfolgsrezept des Gymnasiums zusammen.

"Berufs- und Studienorientierung zum Mitmachen und Selbstgestalten, das motiviert und inspiriert junge Menschen auf ihrem Weg in und für die Berufswelt. Aus Sicht des Berliner Handwerks kann ich nur sagen: Weiter so! Wir brauchen in der Ausbildung Jugendliche, die sich frühzeitig mit ihren beruflichen Möglichkeiten auseinandergesetzt haben und motiviert zu ihrer beruflichen Entscheidung stehen", sagte Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin.